Montag, 28. März 2011

Die dreifache Katastrophe in Japan - Gericht Gottes?

In verschiedenen christlichen Kreisen in Deutschland versucht man, die Ereignisse hier in Japan endzeitlich zu deuten. Es werden Ursachen für das Gericht Gottes an Japan gesucht, und manche kommen zu dem Ergebnis, dass der Grund in der Götzenverehrung, im zweiten Weltkrieg oder in der japanischen Sexindustrie liegt.
Mit solchen Spekulationen gilt es sehr vorsichtig zu sein! Jesus selbst nahm Bezug auf zwei aktuelle Situationen als er über das Gericht Gottes lehrte. Dabei stellt er aber nicht die Leute als Beispiel von Gottlosigkeit dar, sondern warnt uns, für unsere eigene Schuld Buße zu tun. "Meint ihr, diese Galiläer (die von Pilatus ermordet wurden) seien größere Sünder gewesen als andere Menschen in Galiläa?", fragte Jesus. "Glaubt ihr, dass sie deshalb leiden mussten? Ganz und gar nicht! Ihr werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht von euren bösen Wegen abkehrt und euch Gott zuwendet. Und was ist mit den achtzehn Männern, die starben, als der Turm von Siloah auf sie herabstürzte? Waren sie etwa die größten Sünder in Jerusalem? Nein. Ich sage euch noch einmal: Wenn ihr nicht Reue zeigt und auf eurem Weg umkehrt, werdet ihr genauso umkommen."
Übrigens sind die meisten Gerichtsankündigungen in der Bibel im Bezug auf sein Volk. Also wir, die wir die Gnade vom Kreuz kennen, müssen aufpassen, dass es nicht zur billigen Gnade wird, dass wir das leben, was wir glauben, den Waisen und Witwen beistehen und barmherzig sind mit den Menschen, um uns herum. Also die einzige Frage, die aus dieser Katastrophe herausgeht ist, wie es mit mir steht. Bin ich vorbereitet auf den Tod? Habe ich Frieden mit Gott?
In diesen Tagen gilt es nicht, mit dem Finger auf Japan zu zeigen, sondern wie Jesus als Mensch an unsere Seite gekommen ist, sollen auch wir bereit sein, an die Seite von notleidenden Menschen zu treten. In einer Schule mit 110 Kindern, sind die Hälfte der Kinder umgekommen oder vermisst. Die Eltern suchen nun vergeblich Trost, in dem sie nach Schultaschen oder sonstigen Andenken suchen. Als Christen heißt es für uns, mit den trauernden zu trauern und mit den weinenden zu weinen.

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