Freitag, 25. März 2011

SMAP: "Wir glauben an die Kraft Japans!"

Gerade sah ich eine neue Fernsehwerbung mit den Sängern der berühmten japanischen Popband SMAP. Sie wollen den Menschen hier wieder neuen Mut machen. Ihre Botschaft: "Wir glauben an die Kraft Japans. Japan ist ein starkes Land, und wir werden es schaffen!"
Diese Worte erinnern mich an ein Email von einem Kollegen, der das Erdbeben und die Tsunami in Sendai nahe am Meer erlebt hatte. In den darauffolgenden Tagen war er oft im Einsatz, Leuten zu helfen, Wasser von der Ausgabestelle mit dem Auto nach Hause zu fahren. Er hatte unzählige Möglichkeiten, Gottes Liebe den Menschen praktisch zu zeigen und mit ihnen über das Erlebte und Gott zu sprechen. Am Ende seines Berichtes schrieb er: "Trotzdem lasst uns nicht vergessen, dass die Japaner mehr als alles, die Gute Nachricht von Jesus Christus brauchen."
Selbst in dieser großen Not, der größten Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg, sieht man bisher wenig davon, dass Menschen anfangen Gott zu suchen. Vielmehr orientiert man sich an den traditionellen Tugenden, mit Fleiß und Selbstdisziplin alles überwinden zu können. Dieser Stolz führte in den letzten Wochen dazu, dass Rettungsteams und Hilfe aus dem Ausland ineffektiv genutzt wurden und manche Helfer frühzeitig nach Hause zurückgekehrt sind. Er ist ein Grund dafür, dass beim Reaktorunglück, immer noch nicht alle möglichen weltweiten Ressourcen zur Lösung herbeigezogen werden. Dieser Stolz steht letztlich im Weg, die Hilfe Gottes - sein eigener Sohn Jesus Christus - anzunehmen. Auch ich denke, dass Japan stark ist und die Menschen leidensfähig und -willig sind, mehr als die meisten Völker dieser Welt. Und trotzdem ist es Dummheit in dieser Situation, nicht die Hilfe unseres Schöpfers zu erfragen und ihn zu suchen.

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