Sonntag, 10. April 2011

Weltkulturerbe Goishi bleibt von der Tsunami unberührt

Heute ist Sonntag. Deshalb habe ich, nachdem ich in der kleinen Baptistengemeinde gepredigt habe, etwas Abstand von der Zerstörung und dem Fischgestank (zwischen dem Müll sind auch viele verrottete Fische) gesucht. Geradeeinmal 15 km von Ofunato ist ein Naturschutzgebiet entlang der Küste mit steilen Kliffs und massiven Felsen im Wasser. Ich war gespannt, ob die Tsunami auch hier gewütet hatte. Auf dem Weg hierher sah ich die übliche Zerstörung, aber da das Gelände hier steil abfallend ist und sowieso fast nur aus Felsen besteht, ist es hier nach wie vor wie an einem Urlaubsort. Seit Erschaffung der Welt haben diese Felsen wohl schon manche größere Welle über sich schwappen gesehen. Wie recht hat doch die Bibel, die den Menschen als vergänglich beschreibt. Wie schnell sind doch alle unsere großartigen Leistungen vernichtet. Wie schnell ist unser Leben vorbei und wir werden vergessen. Ganz anders unser ewiger Vater, dessen Werke bestand haben und selbts wenn diese Erde vergeht, bleibt ER für immer.
Im Gottesdienst heute morgen waren drei Frauen von vier Gemeindegliedern. In dieser Stadt mit 40.000 Einwohnern gibt es noch eine kleine andere evangelische Gemeinde und eine griechisch-orthodoxe Gemeinde. Ob es wohl auf 1.000 Einwohner einen Christen gibt? Ich glaube es kaum. Durch die Tsunami kommen gerade viele Christen aus ganz Japan, um zu helfen. Iwate ist bisher die Präfektur mit den wenigsten Gemeinden im Verhältnis auf die Einwohner. Außerdem arbeitete bisher kein einziger Missionar in diesem Gebiet. Ob die Hilfsbereitschaft langfristig anhalten wird? Betet mit, dass in den nächsten Jahren hier Gemeinden entstehen können.
Herzliche Grüße aus Iwate!
Armin

PS: Entschuldigt bitte die vielen Rechtschreibfehler der letzten Einträge. Mit dem kleinen Bildschirm des Iphones kann ich kaum sehen, was ich schreibe...

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